Aktionärsbrief | Q1 2014

Editorial

 

mit der Übernahme der AFG Küchen AG im Januar dieses Jahres haben wir einen nahezu perfekten Start ins neue Jahr geschafft. Auch sonst sehen wir einige positive Signale und wir können deutlich optimistischer als noch vor ein, zwei Jahren in die Zukunft blicken. Es sieht so aus, als würden sich alle Anstrengungen, die wir seit 2012 unternehmen, um die ALNO AG wieder in einen sicheren Hafen zu steuern, nun endlich bezahlt machen.

Dazu nahmen wir auch in Kauf, dass die Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 – die wir gestern Abend veröffentlichten - darunter leiden werden. Wir haben nach der Existenzsicherung im Sommer 2012 ein ganzes Bündel an Maßnahmen ergriffen, um das Unternehmen langfristig erfolgreich aufzustellen. So sind jetzt die Voraussetzungen geschaffen, um die operative Marge und die Produktionsauslastung zu verbessern. Wir haben neue, margenstärkere Absatzmärkte erschlossen und den Vertrieb gestärkt. Schließlich haben wir auch die Finanzierungsseite deutlich verbessert. All diese Maßnahmen schlagen sich zwar noch nicht in den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2013 nieder. Sie sind aber die ideale Basis für einen guten Start in 2014.

Deswegen erwarten wir für 2014 einen Umsatz zwischen 580 und 600 Mio. Euro und ein EBITDA von 20 bis 25 Mio. Euro. Darin enthalten sind die Sondereffekte aus der Übernahme der AFG Küchen AG. Deutlich positiv beeinflusst werden die Bilanzstruktur und besonders das Eigenkapital auch durch die Effekte aus der Kaufpreisallokation, die erstmals im Konzernabschluss zum 31. März 2014 berücksichtigt werden.

Sie sehen, die AFG Küchen AG ist wirklich ein bedeutender Zugewinn für den ALNO Konzern. Zumal wir damit auch zusätzliches Absatzpotential generieren, neue Vertriebskanäle öffnen, den Export weiter ankurbeln und uns auch unabhängiger vom wettbewerbsintensiven deutschen Markt machen. Dafür steht auch der künftige Verwaltungsratspräsident der AFG Küchen AG -Werner J. Rellstab. Er ist ehemaliger langjähriger CEO und Verwaltungsrat der V-Zug AG, dem Marktführer in der Schweiz im Bereich Haushaltsgeräte, und kennt den Schweizer Markt genau. Ich bin sehr stolz darauf, dass Herr Rellstab seinen Ruhestand unterbrochen hat, um uns hier zu unterstützen.

Nachdem wir zuletzt mit der Privatplatzierung einer Pflichtwandelschuldverschreibung auch die letzten finanziellen Schritte getan haben, leisteten wir vor einer Woche endlich die finalen Unterschriften und vollzogen damit das Closing. Damit sind die 500 Kolleginnen und Kollegen aus der Schweiz nun offiziell Mitglieder der ALNO Familie. Wir alle begreifen diesen Schritt als große Chance, die ALNO Gruppe langfristig nach vorne zu bringen.

Wir haben nach unserer Restrukturierung im vergangenen Jahr nun wieder die Kraft, unsere Zukunft und unser Wachstum selber aktiv zu gestalten.

Darauf sind wir sehr stolz!

Ihr

Jahreszahlen 2013

Schwaches Geschäftsjahr 2013 - Guter Start in 2014

  • Umsatzerlöse in 2013 bei 395 Mio. Euro
  • EBITDA: 5,5 Mio. Euro / EBIT: 1,2 Mio. Euro
  • Übernahme der AFG Küchen verbessert Eigenkapital in 2014

         

 

Pfullendorf, 31. März 2014 – Der Aufsichtsrat der ALNO AG hat gestern Abend den Konzernabschluss und den Jahresabschluss der ALNO AG für das Geschäftsjahr 2013 festgestellt. Der Absatz litt insgesamt immer noch an den Folgen der Restrukturierung und der außerordentlichen Preiserhöhung in 2012. Auch die schwache Marktentwicklung im Sommer vergangenen Jahres wirkte sich nachteilig aus. So erzielte die ALNO Gruppe zum Ende des Jahres 2013 einen Umsatz von 395,1 Mio. Euro und damit 11,5% weniger als in 2012 (446,3 Mio. Euro). Die Effekte aus dem Umsatzrückgang konnten zum Teil durch entsprechende Maßnahmen wie Personalabbau oder Reduzierung der Basiskosten kompensiert werden. Das EBITDA lag mit 5,5 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (14,0 Mio. Euro). Positiv entwickelte sich im Jahr 2013 dagegen das EBIT, das um knapp 34% auf 1,2 Mio. Euro anstieg (2012: 0,9 Mio. Euro). Das Konzernergebnis 2013 betrug nach Ertragssteuern -10,7 Mio. Euro nach -1,4 Mio. Euro im Vorjahr. In 2012 war unter anderem ein Einmaleffekt aus einem Forderungsverzicht in Höhe von 8,9 Mio. Euro realisiert worden.

„Wir haben nach der Existenzsicherung im Sommer 2012 ein ganzes Bündel an Maßnahmen ergriffen, um das Unternehmen langfristig erfolgreich aufzustellen“, betont Max Müller, CEO der ALNO AG. „Wir haben die Voraussetzungen geschaffen, um die operative Marge und die Produktionsauslastung zu verbessern. Wir haben neue, margenstärkere Absatzmärkte erschlossen und den Vertrieb gestärkt. Außerdem haben wir die Finanzierungsseite deutlich verbessert. Diese Maßnahmen schlagen sich zwar noch nicht in den Ergebnissen für das Geschäftsjahr 2013 nieder. Sie sind aber die ideale Basis für einen guten Start in 2014“, so Max Müller.

Maßnahmen zur Verbesserung der operativen Marge

Zu den wesentlichen operativen Verbesserungen gehören die Verlagerung der Produktion von Bauteilen von Bad Salzuflen in die ALNO- bzw. WELLMANN-Werke in Pfullendorf und Enger sowie der Personalabbau am Standort Enger im April vergangenen Jahres (um 75 Mitarbeiter). „Dazu haben wir 2013 teils erhebliche Investitionen in unsere Produktionsanlagen und -maschinen an allen vier deutschen Standorten getätigt“, erklärt  Manfred Scholz, COO der ALNO AG. „Das garantiert uns nicht nur höchste Flexibilität und Sicherheit für die Zukunft, sondern verringert auch die Materialkosten und verbessert insgesamt die Kostenstruktur.“ Dies zeigt sich auch in der weiter verbesserten Rohertragsquote von 44,5% in 2013 gegenüber 42,3% im Jahr 2012.

Stärkung des Vertriebs

Weiter investiert hat die ALNO AG zudem in die Internationalisierung. Sie gründete in China ein weiteres Joint Venture, um die Marke WELLMANN in eigenen Küchenstudios auf dem chinesischen Markt zu positionieren. Auch in UK, in der Schweiz und in den USA wurde weiter investiert. Unter anderem eröffnete ALNO USA einen neuen Showroom in Miami, Florida. In der Schweiz wurden ebenfalls neue Küchenstudios eröffnet. Ralph Bestgen, CSO der ALNO AG: „Wir kommen in unserer Internationalisierungsstrategie gut voran. Das sieht man auch in der Umsatzverteilung.“ So betrug das Umsatzplus inklusive Österreich, dessen Markt nahezu ausschließlich von einem deutschen Verband bedient wird, im Ausland rund 1,4 Mio. Euro (+1,1%). Im übrigen Ausland (ohne Österreich) stieg der Umsatz um 7,5 Mio. Euro (= +8%), während der Umsatz im Inland 2013 gesunken ist.

 „Auch der positive Eindruck aus der ‚Küchenmeile A30‘ im vergangenen Herbst bestätigt sich in den ersten Monaten des Jahres: Die Kunden kommen wieder zu ALNO zurück“, freut sich Ralph Bestgen. „Für das kommende Jahr stimmt uns positiv, dass wir den Umsatz zum Jahresende durch einen deutlichen Trendwechsel bei den Marken WELLMANN und ALNO gesteigert und einen Marktanteil von 14% in Deutschland erreicht haben. Per Ende Februar stieg der Wert auf 15%“. Das zeigt sich auch im ersten Quartal 2014. Per März konnte ein Plus im Auftragsvolumen in Höhe von 10% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verzeichnet werden.

Verbesserung der Finanzstruktur

Die im Mai 2013 begebene Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 45,0 Mio. Euro sowie eine neue Factoringfinanzierung in Höhe von 8,0 Mio. Euro haben die Finanzstruktur verbessert. Der Anteil kurzfristiger Verbindlichkeiten an den Gesamtschulden ist so von 84,3% (2012) auf 54,6% in 2013 gesunken. Die Finanzaufwendungen konnten um 2,9 Mio. Euro gegenüber 2012 verringert werden. Das Finanzergebnis lag in 2013 mit -8,4 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (-2,1 Mio. Euro), da 2012 ein Einmaleffekt aus einem Forderungsverzicht in Höhe von 8,9 Mio. Euro realisiert wurde. „Wir haben insgesamt gesehen Fortschritte in mehreren wichtigen Fragen erzielt: ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten und eine Senkung der  Finanzaufwendungen. Jetzt setzen wir noch den letzten Baustein des Finanzierungskonzeptes um – die Aufnahme neuer Kontokorrentkreditlinien oder anderer Finanzierungsmöglichkeiten“, erklärt Ipek Demirtas, CFO der ALNO AG.

Ausblick 2014 – Positive Effekte erwartet

Der Vorstand erwartet für das Jahr 2014 einen Umsatz zwischen 580 und 600 Mio. Euro. Denn aus der Übernahme der AFG Küchen AG ergeben sich weitere positive Effekte. Unter anderem zusätzliches Absatzpotential in der Schweiz durch die Erweiterung des Produktprogramms im Premium- und Einstiegssegment bei der Marke Piatti sowie die Internationalisierung der Marke Forster Schweizer Stahlküchen. Das Unternehmen wird zudem durch das etablierte Vertriebsnetz in der Schweiz mit 80 Küchenstudios profitieren. Die Abhängigkeit vom wettbewerbsintensiven deutschen Markt wird durch ein verstärktes margenträchtiges Exportgeschäft deutlich verringert.

Insgesamt wird durch diese Maßnahmen die Ertragskraft der ALNO Gruppe nachhaltig gestärkt. So erwartet der Vorstand ein EBITDA von 20 bis 25 Mio. Euro für 2014. In den prognostizierten Geschäftszahlen sind die Sondereffekte aus der Übernahme der AFG Küchen AG enthalten. Die erwarteten Skaleneffekte (full year effect) von 15 bis 20 Mio. Euro erwartet die ALNO AG wie bereits angekündigt ab 2015.

Als weitere positive Anzeichen für ein verbessertes Geschäftsjahr 2014 sind die Effekte aus der Kaufpreisallokation zu nennen, die bereits erstmalig im Konzernabschluss zum 31. März 2014 berücksichtigt werden. Sie werden die Bilanzstruktur, und da besonders das Eigenkapital, deutlich verbessern.

Übernahme AFG

Übernahme der AFG Küchen AG erfolgreich abgeschlossen

  • ALNO Gruppe wächst auf 2.300 Mitarbeiter
  • Ertragskraft der Gruppe nachhaltig gestärkt
  • Verkauf rückwirkend zum 01. Januar 2014

        
 

Pfullendorf, 25. März 2014 – Die ALNO AG, einer der führenden deutschen Küchenhersteller, hat heute die Übernahme der AFG Küchen AG, Schweiz, erfolgreich abgeschlossen. Nachdem die ALNO im Januar von der AFG Arbonia-Forster-Holding AG 100 Prozent der Anteile der AFG Küchen übernommen hat, wurden jetzt die letzten Unterschriften geleistet und das Closing abgeschlossen. Damit gehört AFG Küchen rückwirkend zum 01. Januar 2014 zur ALNO Gruppe.

Zum neuen Verwaltungsratspräsidenten der AFG Küchen AG wurde heute Werner J. Rellstab, ehemaliger langjähriger CEO und Verwaltungsrat der V-Zug AG, ernannt. „Mit der ALNO AG bekommt die AFG Küchen AG einen starken strategischen Partner, mit dem wir die Erfolgsstory fortschreiben werden. Im Gegenzug erhält die ALNO Gruppe mit Piatti und Forster Schweizer Stahlküchen zwei extrem starke Marken mit einer sehr guten Marktposition“, so Werner J. Rellstab. “Ich bin überzeugt, dass alle Seiten von dieser Übernahme sehr profitieren werden.“

Max Müller, CEO der ALNO AG und Mitglied des Verwaltungsrates der AFG Küchen AG: „Mit dieser Übernahme ist der Weg für die neue, deutlich größere ALNO geebnet, um in den kommenden Jahren wieder auf die Erfolgsspur zurück zu kehren. Wir haben nach unserer Restrukturierung in den beiden vergangenen Jahren nun wieder die Kraft, unsere Zukunft und unser Wachstum aktiv zu gestalten. Und das gehen wir mit maximaler Energie an.“

2.300 Mitarbeiter sind nach dem Zusammenschluss der ALNO AG und der AFG Küchen AG künftig für das Unternehmen an sieben Standorten in Deutschland, Schweiz, USA und England tätig.

Erfolgreich platzierte Pflichtwandelschuldverschreibung letzter Baustein

Letzter Baustein des Übernahmeprozesses war die erfolgreiche Begebung einer Pflichtwandelschuldverschreibung. Diese wurde in der vergangenen Woche im Gesamtnennbetrag von 14 Mio. Euro bei qualifizierten internationalen Investoren platziert. Die Zeichner der Pflichtwandelschuldverschreibung erhielten zusätzlich Optionsscheine auf insgesamt 4,9 Mio. Aktien der ALNO. Insgesamt wurden Stück 5.065 Optionsscheine mit Laufzeit bis Juni 2015 und Stück 8.935 Optionsscheine mit Laufzeit bis Juni 2017 ausgegeben. Der Anleiheerlös dient zur Finanzierung eines Teils des Kaufpreises für die Akquisition. Der überwiegende Teil der Finanzierung sowie des operativen Geschäfts erfolgt durch bereits zugesagte Kredite von zwei Schweizer Banken. Begleitende Emissionsbank ist die Close Brothers Seydler Bank AG.

Marktführer in der Schweiz

Zur AFG Küchen gehören die beiden renommierten Marken Piatti und Forster Schweizer Stahlküchen. Mit deutlichem Abstand ist die AFG Küchen führend im Schweizer Küchenmarkt und beschäftigt derzeit rund 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen verfügt über einen starken Vertrieb in der Schweiz. Rund 80 Prozent des Umsatzes werden im Direktvertrieb mit unternehmenseigenen Küchenzentren erzielt. Die verbleibenden 20 Prozent werden über exklusive Fachhändler erwirtschaftet. „Unser Ziel ist es nun, das Wachstum aller Marken in der ALNO Gruppe zu stärken, in neue Marktsegmente vorzustoßen und das Exportgeschäft mit den Stahlküchen auszubauen“, so Ralph Bestgen, CSO der ALNO AG. 

Dazu wird die ALNO ihr gesamtes Know-how einbringen, um das Produktportfolio von Piatti nachhaltig zu erweitern und zu stärken und die Internationalisierung von Forster Schweizer Stahlküchen voran zu treiben. „Nach den mittlerweile getätigten Investitionen sind unsere Produktionsstätten für diese Herausforderung sehr gut ausgerüstet. Mit neuen Materialien und neuen Produktangeboten können wir neue Marktsegmente erschließen“, so Manfred Scholz, COO der ALNO AG und Mitglied des Verwaltungsrates der AFG Küchen.

 

Mehr Unabhängigkeit vom wettbewerbsintensiven deutschen Markt

Mit dieser größten Übernahme in der jüngeren Firmengeschichte sichert sich die ALNO AG zusätzlichen Umsatz und Ertrag. Gleichzeitig erhält das Unternehmen eine größere Unabhängigkeit vom wettbewerbsintensiven deutschen Markt und profitiert von einem etablierten Vertriebsnetz in einem der Wachstumsmärkte für Küchen in Europa. Zudem erhöht die ALNO AG so den Auslandsanteil am Gesamtumsatz auf über 40 Prozent. „Damit wird insgesamt der Umsatz auf eine breitere Basis gestellt und die Ertragskraft der Gruppe nachhaltig gestärkt“ freut sich Ipek Demirtas, CFO der ALNO AG über die gelungene Transaktion.

Positive Prognose

Aufgrund der Übernahme der AFG Küchen AG und einer positiven Geschäftsentwicklung erwartet der Vorstand der ALNO AG für das Geschäftsjahr 2014 einen voraussichtlichen Umsatz zwischen 580 und 600 Mio. Euro bei einem EBITDA von 20 bis 25 Mio. Euro. Darin enthalten sind Sondereffekte aus der Übernahme der AFG Küchen AG. Einen full year effect aus der Übernahme erwartet das Unternehmen wie bereits angekündigt erst ab 2015.