Börsenlexikon

Geldmarkt
Definition:

Unter Geldmarkt wird der Markt für kurzfristige Kredite und Guthaben, die unter Banken vergeben und gehandelt werden verstanden. Der Geldmarkt spielt eine zentrale Rolle bei der Liquiditätsbeschaffung der Finanzinstitute.

Geldmenge
Definition:

Die Geldmenge wird von den Zentralbanken gemessen und beschreibt die gesamtwirtschaftliche Liqudität nach ihrer Fristigkeit. Es gibt dabei drei grundlegende Unterscheidungen. M1 = Bargeldumlauf, d.h. alle täglich fälligen Einlagen der im Währungsgebiet ansässigen Nicht-Banken. M2 = M1 plus Einlagen mit vereinbarter Laufzeit bis zu zwei Jahren und Einlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist bis zu drei Monaten. M3 = M2 plus Anteile an Geldmarktfonds, Repoverbindlichkeiten, Geldmarktpapieren und Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren.

Genussschein
Definition:

Der Genussschein (Anlageform) gibt einem den Anspruch auf Rückzahlung des Nominalwertes, in der Regel auch das Recht, am Reingewinn oder einer Gesellschaft in einem bestimmten Verhältnis teil zu haben. Die Erfolgsbeteiligung von Genussscheinen ist in der Regel höher als die Verzinsung von Anleihen. Das Stimmrecht ist bei Genussscheinen jedoch ausgeschlossen.

Geschlossene Fonds
Definition:

Im Gegensatz zum Investmentfonds wird der Anleger bei einem geschlossenen Fonds bis zum Laufzeitende gebunden. Denn geschlossene Fonds werden nicht an der Börse gehandelt und können daher nicht von heute auf morgen veräußert werden.

Gewinnrücklage
Definition:

Die Gewinnrücklage ist ein Passivposten in der Bilanz. Die Psoition wird aber auch in der GuV-Rechnung aufgeführt. Sie wird durch Entnahme des Gewinns oder eines Teils aus dem laufenden Geschäft gebildet. Gewinnrücklagen dienen dazu, dass durch ihre Auflösung im Verlustfall eine Reduzierung des Nominalkapitals vermieden werden kann und so kein neues Kapital aufgenommen werden muss.

Going Public
Definition:

Going Public ist die Bezeichnung für die Umwandlung einer Personengesellschaft in eine Aktiengesellschaft mit anschließender Aufnahme an einer Börse.

Goodwill
Definition:

Der Goodwill (engl.: Wohlwollen) ist der Wert, den ein Käufer bereit ist, für ein Unternehmen zu bezahlen. Er setzt sich zusammen aus Ertragslage, Marktwert der Vermögenswerte sowie dermFremdkapitalbestand.

Grauer Kapitalmarkt
Definition:

Der Graue Kapitalmarkt ist ein unreglementierter Markt, der keiner staatlichen Aufsicht unterliegt. Hier werden Wertpapiere gehandelt, die nicht auf dem organisierten Kapitalmarkt (z.B. Börse) zu finden sind. Die Liquidität dieser Wertpapiere ist in der Regel sehr gering. Außerdem finden sich auf dem Grauen Kapitalmarkt häufig unseriöse Anbieter, da hier keine gesetzliche Überwachung erfolgt. Daher ist das Risiko einer Anlage deutlich höher als auf organisierten Märkten.

Grundkapital
Definition:

Die Nennwerte aller ausgegebenen Aktien bilden das Grundkapital eines Unternehmens. Dabei darf der anteilige Betrag des Grundkapitals je Aktie 1 Euro nicht unterschreiten. Der Mindestbetrag des Grundkapitals einer AG muss 50.000 Euro betragen.